Der Kopf schmerzt, die Mundhöhle ist trocken und pelzig, Schwindelgefühle und ein flaues Gefühl im Magen kommen hinzu. Gleichzeitig mit diesen Symptomen wächst die Erkenntnis "Nie wieder Alkohol". Der Morgen nach einer feuchtfröhlichen Nacht ist mitunter eher von Reue als von Freude über einen unterhaltsamen Abend geprägt. Dass Alkohol in größeren Mengen die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit am nächsten Tag beeinträchtigt und zudem über reichlich Kalorien verfügt, ist hinreichend bekannt. Ein Gramm reinen Alkohols enthält 7 Kalorien (kcal). Zum Vergleich: Ein Gramm Fett hat 9 kcal. Alkohol ist nur in geringen Mengen ein Genussmittel. In höheren Dosen ist es ein Rauschmittel und in jedem Fall ein Zellgift.
Trotzdem siegt dann und wann die Unvernunft. Der dumpf pulsierende bis hämmernde Kopfschmerz am Morgen danach ist meist auf einen Flüssigkeits- und Elektrolytmangel aufgrund der vermehrt erzwungenen Ausscheidungen von Wasser und Natrium über die Niere sowie auf im Blut zirkulierende Abfallprodukte des Alkoholabbaus in der Leber zurückzuführen.
Dieverse Hausmittelchen verschaffen neben Kopfschmerzmedikamenten Linderung. Einige gemeinhin empfohlene Gegenmittel für den "Morgen danach":
Ursächlich ist übermäßiger Flüssigkeitsverlust. Daher ist das erste Mittel der Wahl, dem Körper ausreichend Flüssigkeit wieder zuzuführen. Wenn Sie während der Feier zu jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser trinken, gleichen Sie den Wasserentzug bereits vor dem Schlafengehen aus.
Frische Luft und Wechselduschen bringen nach einer durchzechten Nacht den Kreislauf in Schwung.
Essen Sie (ausnahmsweise) vor oder während des Alkoholkonsums fettige und eiweißreiche Lebensmittel, da dies die Resorption vermindert. Teile des Alkohols werden durch längere Verweildauer im Magen bereits dort abgebaut. Der verbleibende Alkohol wird somit vermindert im Darm resorbiert und gelangt nicht in vollem Umfang ins Blut.
Trinken Sie nicht zu schnell.
Alkohol wird in der Leber nur nach und nach abgebaut. Bei schnellem Trinken entsteht rasch eine hohe Promillekonzentration.
Bei den ersten Anzeichen von Hunger am nächsten Morgen nehmen Sie eine leichte Mahlzeit (zum Beispiel einen eingelegten Salzhering) zu sich. Das so genannte Katerfrühstück sorgt für Nachschub an Elektrolyten.
Trinken Sie gesüßte Getränke z.B. Cocktails, nur in Maßen. Zucker beschleunigt die Aufnahme des Alkohols in die Blutbahn.
Die US-amerikanische Kopfschmerz-Expertin Dr. Merle Diamond, Direktorin der Diamond Headache Clinic in Chicago empfiehlt als "Wundermittel" gegen den Alkoholkopfschmerz Honig. Der Fruktosegehalt des Honigs ist hierfür verantwortlich. Der Katerkopfschmerz entsteht bei schnellen Veränderungen des Alkoholspiegels. Fruktose tritt mit dem Alkohol in einen "Stoffwechselwettbewerb". Der Alkoholspiegel sinkt somit langsamer und der stechende Schmerz bleibt aus.
Nicht zuletzt können schmerzstillende Mittel helfen, den nächsten Tag zu überstehen. Die erfolgreichste Methode einem Kater vorzubeugen, ist jedoch immer noch der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum. Bedenken Sie bei jeder Feier die negativen Erfahrungen mit Alkohol, solange Sie noch nüchtern sind.